Mittwoch, 29. Mai 2013

Halle ist eine geile Stadt

Herr Backhaus-Maul und OB Wiegand im Gespräch mit den Ehrenamtlichen
"Das ist eine geile Stadt, für die möchte ich mich engagieren." , so motivierte unser OB Bernd Wiegand die Ehrenamtlichen beim Diskussionsforum „Engagementförderung in Halle“ am 28 Mai 2013  von 16:30 bis 18:00 in der Freiwilligen-Agentur Halle.

Moderiert und eingeleitet wurde das sehr straffe und kurz gehaltene Diskusssionsforum, das sicherlich mehr Raum verdient hätte, von Herrn Ebert von der Freiwilligen-Agentur. In seinen Einführungsworten drückte er seinen Wunsch nach einem Konzept zur Engagementförderung aus. OB Wiegand sprach im Anschluss, wie notwendig es sei zusätzlich Ehrenamtliche zu gewinnen und deren Leistung auch zu honorieren und zu würdigen. Für die Bündelung der Kräfte in der Stadt sei in Zukunft das Dienstleistungszentrum Bürgerengagement zuständig. Zudem würde eine Ehrenamtsrichtlinie erarbeitet.
Herr Backhaus-Maul referierte nun frei aus eine Studie über Engagementförderung für das Familienministerium, die er zusammen mit Annette Zimmer ausgearbeitet hatte. Diese Studie berücksichtigte u.a. auch Halle. Obwohl das Wort Engagementlandschaft blühende Landschaften sugeriere, sei die Wirklichkeit doch eher trist. Engagment sei zudem kein "Gedöns", sondern eine wichtige Resource, gerade für Kommunen mit klammen Kassen. Doch gleiche die Engagementlandschaft eher einer Projektelandschaft, die von Ministerien gefördert, oft zu Ruinenlandschaften würden. Er beklagte auch eine fragmentierte Engagmentslandschaft und zu oft das Vorhandensein von Parallelstrukturen.
Nun kamen Fragen von den Ehrenamtlichen: Eine Dame vom Tierschutzverein fühlt sich von der Stadt vernachlässigt und klagte, das Vereine betteln müssen. Gerne hätte sie ein Verbandsklagerecht. Dem Tierschutzverein würden die Mittel für die Kastration von Katzen fehlen.
Die Paritäter stellten das Ansteigen von unkonventionellen Angeboten im Engagement statt dem Vereinsengagement fest. Auch die Caritas wußte dazu was zu sagen.
Herr Backhaus-Maul zeigte sich sich sehr optimistisch und lobte den OB. Die Stadt wandle sich momentan zum Dienstleister für den Bürger, das sei zu begrüßen. Wichtig wäre ihm eine Bestandserhebung des ehrenamtlichen Engagements in der Stadt. Die Wohlfahrthilfe hätte er gerne etwas dynamischer, ohne dies näher auszuführen.
OB Wiegand ergriff das Wort und klärte die Katzenkastration, die lt. Stadt momentan nicht nötig wäre. Der Tierschutzverein hätte aber  nur Mittel für diesen Zweck beantragt. Dann kam er auf die Zielstellungen der Stadt zurück. An 1. Stelle steht für OB Wiegand die Wissenschaft, dann die Kultur und danach die Toleranz, womit er u.a. die Erlaubnis für Spontanparties meinte, und die bildenden Künste.
Uli Möbius vom Peißnitzhausverein findet, dass das Dienstleistungszentrum eine "Superidee" sei. Das Engagment hat für ihn Fahrt aufgenommen.
Herr Music von "Händelstadt Halle hilft", beklagte die mangelnde Unterstützung der Stadt beim Kontakt zu den Partnerstädten Halles, durch die er bei seiner Unterstützer-Fahrradtour von Portugal nach Halle kommt.
Frau Reinhardt stellte das Dienstleistungszentrum Bürgerengagement und ihre Person vor, versprach Herrn Music Klärung. Außerdem verwies sie auf das weitere Vorgehen, dass Einigung darüber herstellt werden muss, ob zuerst die Richtlinie kommen soll oder doch auf Anregung der Freiwilligen-Agentur zuerst ein Ehrenamtlichenbeitrat.
Herr Backhaus-Maul sprach mit den Worten "Ehrenamt ist etwas Wichtiges" quasi das Schlusswort.

Soweit zu diesem Diskussionsforum, Euer Rio

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