Freitag, 21. Juni 2013

ISEK: Halles Bürger wollen die Peißnitz !

An einem heißen Sommerspätnachmittag des 20. Juni um 18 Uhr lud OB Wiegand Stadtvertreter, Unternehmensvertreter, Vereine, Initiativen und interessierte Bürger zur Auftaktveranstaltung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Halle 2025, das besonders durch Bürgerbeteiligung glänzen möchte.
Der Oberbürgermeister führte sofort in das Thema ein. Frau Prof. Dräger betonte die Verbundenheit der Universität mit der Stadt. Die Universität sorge für eine weltoffene Stadt. Herr Loebner, Fachbereichtsleiter Planen, stellte das ISEK 2025 näher vor. Wichtig für uns: Einer der sieben Planungspunkte (STEPs) wird die "Stadt am Fluss". Hier gehört natürlich auch herein: Wie wird ein Leben am Fluss mit steigenden Pegeln und Hochwasserschutz verwirklicht werden können.

Richtig spannend: Stärke-Schwächen-Analyse der Stadt Halle

vorgestellt von Frau Mally, Abt. Stadtentwicklung und Freiraumplanung: Halles Bürger beurteilten die Stärken der Stadt mit folgenden Punkten:
  1. Universitätsstadt
  2. Kulturstadt
  3. Die grünste Stadt Deutschland, ganz wichtig ist dabei die Peißnitz
Die Schwächen:
  1. Verkehr
  2. Wirtschaft u. Arbeitsmarkt
  3. Kommunalpolitik u. -verwaltung
Die Chancen:
  1. Tourismus
  2. Lage, Anbindung
  3. Universität
Die Risiken:
  1. finanzielle Schwierigkeiten u. Kürzungen bei der Universität
  2. Rivalität mit Magdeburg bzw. Bevorzugung der Landeshauptstadt durch die Landesregierung
Den Abschluss der Vorträge bildete Herrn von Busses wundervoll illustrierte Gedanken zu Bürgerbeteiligung und kreative Stadtentwicklung. Er war ganz hoffnungsfroh. Auch wenn die Frage im Raum steht, wem die Stadt gehört, ist gleichzeitig klar, dass Leerstand und Brachflächen auch Potential für Freiräume bieten. Zumal wenn eine Stadt so ein hohes Engagement durch seine Bürger zeigt. Er sieht jetzt auch eine Förderung dieses Engagments durch die Stadtregierung und fordert: Solche Stadt mit so vielen Freiräumen muss allen offenstehen, eine Stadt für alle!

Eine Stadt für alle!

Den zweiten Teil des Abends bildet der sogenannte Marktplatz, ein anderer Name für eine open-space-Veranstaltung. Vorschläge der Beteiligen konnten nun eingebracht, diskutiert und aufgenommen werden. Wichtig ist natürlich, dass diese weiterverarbeitet und in den Prozess ISEK 2025 weitereingebracht werden. Sonst nützt auch der schönste Auftakt selbstverständlich nichts. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. 

Euer Rio

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